Die Geschichte des Schweizer Käse
Hallo auf dem Käseblog. Zur Einführung gibts etwas Geschichte.
Die Schweiz hat sehr viel Weiden, die jedoch nur zu einem Viertel für Ackerbau geeignet sind. Diese Flächen können vor allem für die Tierhaltung genutzt werden. Würden diese Wiesen der Natur überlassen, so würden die Weiden schnell verganden und wertvolles Land ginge verloren.
Schon seit einigen Jahrhunderten wird in der Schweiz Käse hergestellt. Die ältesten und bekanntesten Sorten sind Appenzeller, Emmentaler, Gryère und Sbrinz. Es gibt jedoch bedeutend mehr Käsesorten im Angebot: Zurzeit sind dies gegen 450 verschiedene. Käse ist gesund und vielfältig anwendbar.
Etwa die Hälfte der Schweizer Milch wird für die Käseherstellung benötigt. Die Auflagen sind sehr streng und staatlich geregelt. Nicht umsonst ist unser Käse so bekannt für seine hohe Qualität und Naturbelassenheit. Käse gehört fast zum täglichen Brot. Ob dies in Form einer kalten Käseplatte, eines Raclette oder eines Käsefondue verzehrt wird, hängt ganz von der Region ab.
Der Käse – eine Zufallsentdeckung
Wie bei den meisten Speisen, spielt auch beim Käse der Zufall für die Entdeckung eine wichtige Rolle. Es wurden junge Kälber gejagt und geschlachtet, welche zuvor Milch getrunken haben. Nun fanden die Jäger eine quarkähnliche Masse im Magen. Die Milch war durch das Lab geronnen, so war die Grundlage der Käseherstellung gegeben. Es gibt jedoch auch Schriften die besagen, dass schon die alten Griechen ohne Lab Käse hergestellt haben, mit Feigen. Dass die Milch bei höheren Temperaturen auch schneller gerinnt war schnell erkannt.
Die geronnene Masse war jedoch noch kein Käse, zuerst musste die Flüssigkeit noch entzogen werden. Dazu wurden Körbe geflochten, wie sie zum Teil noch heute in traditionellen Käsereien zu finden sind. Dieser Käse konnte jedoch nur wenige Tage aufbewahrt werden. Erst zu einem späteren Zeitpunkt lernten die Sennen, wie Käse gelagert und dabei gereift werden kann.
Käse als wertvolles Handelsprodukt
Bald merkten die Einheimischen, wie wertvoll der Käse war und begannen an die umliegenden Länder zu verkaufen. Emmentaler, Appenzeller und Gryère waren so beliebt, dass die ganzen Vorräte ins Ausland verkauft wurden. Da musste der Staat zum ersten Mal eingreifen, um sicher zu stellen, dass auch die Einheimischen genug davon hatten. Seither werden die Gesetzte immer strenger und jeder Schritt von der Tierfütterung bis zur Verpackung ist streng geregelt. Käse ist ein natürliches, gesundes Milchprodukt. Mittlerweilen sind unzählige Rezepte mit Käse vorhanden, sehr beliebt sind natürlich auch die Schweizer Fonduemischungen, sowie der Raclettekäse.
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